Schnelles Geld mit eBooks im Kindle-Shop machen

Überall dort, wo private und semi-professionelle Nutzer – eigentlich im guten Willen der anbietenden Plattform – ihren Content gewinnbringend feilbieten können, gibt es auch Betrug und Ausbeutung. Denn wer mal eben mit einem wenige Seiten langen „eBook“ mehrere Euro pro Kauf einnehmen kann, kommt sicher schnell auf den Gedanken, das öfter zu machen. Bei manchen bleibt es aber nicht nur bei dem Gedanken; und auch nicht beim selber geschriebenen Wort. So werden Ratgeber, Geschichten, Übersetzungen und mehr an mit Spottpreisen bezahlte „Autoren“ gegeben, deren Werke dann veröffentlicht werden. Dies unter einem Pseudonym mit ausgedachter Vita.

Schnelles Geld verdienen mit eBooks im Kindle-Shop - einige kopieren einfach nur Memes aus dem Internet ins Word-Dokument, pressen die Fremdleistung zwischen zwei virtuelle Buchdeckel und bieten das Ganze dann als "eBook" an.
Schnelles Geld verdienen mit eBooks im Kindle-Shop – einige kopieren einfach nur Memes aus dem Internet ins Word-Dokument, pressen die Fremdleistung zwischen zwei virtuelle Buchdeckel und bieten das Ganze dann als „eBook“ an.

Das Betrugsbusiness mit eBooks (YouTube-Video)

Auf dem YouTube-Kanal „Ultralativ“ gibt es eine ganze Menge sehr gut recherchierter, geschriebener sowie produzierter Videos. In jedem Video von nur wenigen Minuten werden Wissen und Rechercheergebnisse zu einzelnen aktuellen Themen zusammengefasst dargestellt. Dazu gibt es Grafiken, welche das Wissen noch verständlicher machen. Neben YouTube- und anderen Social-Media-Themen wurde in einem dieser Videos auch das Thema eBooks im Amazon-„Eigenverlag“ angegangen – Auslöser waren Fortnite-Bücher und Memes-Bücher. Hier das Video mit vielen Erkenntnissen und Einblicken:

Gekaufte Rezensionen als Verkaufskatalysator

In dem Ultralativ-Beitrag ebenfalls angesprochen wurden gekaufte Kundenrezensionen und Kundenbewertungen. Deren positives Bild des angebotenen eBooks sorgen dafür, dass das Machwerk ahnungslosen Kunden eher vorgeschlagen wird. Je besser bewertet und augenscheinlich auch öfter gekauft, desto eher landet es also in den Vorschlägen für den Kauf bei Leuten, die eigentlich nach einem „echten“ eBook Ausschau halten. Deshalb solltet ihr bei eBooks, aber auch bei anderen Büchern, bei Geräten und allen anderen Produkten auf Amazon ein-zwei Tipps befolgen, wenn es um Bewertungen geht. 

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Zum Beispiel solltet ihr darauf achten, dass bei der Kundenrezension auch „Verifizierter Kauf“ steht. Dann könnt ihr schon einmal sicher sein, dass die bewertende Person das Produkt auch wirklich gekauft hat und nicht nur trollt. Bei günstigen eBooks können natürlich auch echte Käufe oder sogar Rabatt-Käufe dabei sein, weshalb ihr noch einen zweiten Tipp beachten solltet: schaut auf die 1- und 2-Sterne-Bewertungen, falls vorhanden. Ist das Produkt von schlechter Qualität, das Gerät nicht funktionstüchtig oder das eBook ein Haufen Mist, dann erfahrt ihr es dort. 

Fortnite-Geschichten und Fortnite-Memes als schlechte und im Hinblick aufs Copyright fragwürdige eBooks im Amazon Kindle-Shop.
Fortnite-Geschichten und Fortnite-Memes als schlechte und im Hinblick aufs Copyright fragwürdige eBooks im Amazon Kindle-Shop.

Zuletzt (oder im Käufer-Fall zuerst) solltet ihr auch die „Blick ins Buch“-Möglichkeit nutzen und schon einmal Probe-lesen. Seht ihr bereits dabei, dass es sich nicht um ein Werk eines Autoren oder zumindest Hobbyautoren handelt, sondern vielmehr um den Versuch schnelles Geld mit der eBook-Maschine namens Amazon Kindle-Shop zu machen, dann lasst die Finger davon. Im Zweifelsfall solltet ihr vielleicht nach einem echten Buch schauen, in die Bibliothek oder in den nächsten Buchladen gehen – denn das sind zum Glück Bereiche, in denen der Betrug mit dem geschriebenen Wort noch nicht in solchem Ausmaß stattfinden kann.

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